Aktuelle Umweltdaten von unserer Drei-Dörfer-Linde (tilia cordata). Der Bodensensor liegt in einer Tiefe von c.a. 0,5 m im Erdreich und sendet im Intervall von 20 Minuten die letzten Meßwerte per LoRaWAN Funktechnik. Die Stadt Hennef hat diesen Sensor zur Verfügung gestellt und der Verein dasdigidings e.V. kümmert sich ehrenamtlich um die Weiterleitung der Daten.
Wenn die Bodentemperatur, Bodenfeuchtigkeit und Leitfähigkeit bei einem jungen Baum überwacht werden, trägt das dazu bei, den Baum besser zu verstehen und ihm das beste Wachstum zu ermöglichen. Hier eine einfache Erklärung, warum das wichtig ist:
🌡️ Temperatur
Der Boden sollte weder zu heiß noch zu kalt sein, damit die Wurzeln gut arbeiten können. Wenn die Temperatur bekannt ist, kann sichergestellt werden, dass der Baum immer in einem guten Klima wächst. Die Bodentemperatur beeinflusst, wie viel Wasser im Boden gehalten werden kann. Bei höheren Temperaturen verdunstet Wasser schneller, was die Bodenfeuchtigkeit verringert. Umgekehrt kann bei niedrigen Temperaturen die Verdunstung geringer sein, sodass die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt. Zudem beeinflusst die Temperatur die Aktivität der Wurzeln und Mikroorganismen im Boden, was wiederum die Wasseraufnahme beeinflusst
💧 Bodenfeuchtigkeit
Der Baum benötigt Wasser, um gesund zu bleiben. Zu trockener Boden kann den Baum vertrocknen lassen, während zu nasser Boden die Wurzeln schädigen kann. Durch die Messung lässt sich der Wasserstand im Boden im Blick behalten, um bei Bedarf zu bewässern. Wenn der Boden feucht ist, sind mehr gelöste Nährstoffe und Ionen im Wasser gelöst, was die Leitfähigkeit erhöht. Trockener Boden hat weniger gelöste Stoffe, was die Leitfähigkeit senkt.
⚡ Leitfähigkeit
Diese gibt Auskunft darüber, ob genügend Nährstoffe im Boden vorhanden sind, damit der Baum gut wachsen kann. Ist die Leitfähigkeit zu niedrig, braucht der Baum mehr Nährstoffe. Ist sie zu hoch, könnte es zu viel Dünger sein. So kann der Boden verbessert und der Baum optimal versorgt werden. Die elektrische Leitfähigkeit im Boden hängt auch von der Temperatur ab. Bei höheren Temperaturen steigt die Leitfähigkeit, weil sich die Ionen im Boden besser bewegen. Das bedeutet, dass die Messwerte bei unterschiedlichen Temperaturen variieren können, weshalb oft eine temperaturkompensierte Messung durchgeführt wird
🔋 Batteriespannung
Die Batteriespannung des Sensors zeigt an, wie viel Energie noch vorhanden ist. Eine ausreichende Batteriespannung ist wichtig, damit die Messungen zuverlässig durchgeführt werden können. Wenn die Spannung zu niedrig ist, sollte die Batterie ausgetauscht werden, um eine kontinuierliche Überwachung und regelmäßige Übertragung der Daten sicherzustellen.
Kurz gesagt:
Diese Meßwerte ermöglichen eine umfassende Überwachung des Bodens und des Sensors, um den jungen Baum bestmöglich zu unterstützen und seine Gesundheit zu verstehen. Diese Parameter sind immer miteinander verbunden und voneinander abhängig. Die Temperatur beeinflusst die Wasserverdunstung und die Ionendynamik, während die Bodenfeuchtigkeit und Leitfähigkeit sich gegenseitig beeinflussen, weil mehr Wasser im Boden auch mehr gelöste Stoffe bedeutet. Das Zusammenspiel dieser Faktoren hilft dabei, den Boden optimal zu überwachen und das Wachstum des Baumes zu fördern.

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technische Daten zum Sensor:
- Methode: FDR mit Temperaturkompensation
- Sensorbezeichnung: Dragino LSE-01
- Sendefrequenz: 868 Mhz
- Netzwerk: LoRaWAN
- Intervall: 20 Minuten
- Meßtiefe: c.a. 50 cm im Boden
Hinweis
Für die Bereitstellung der Daten bedanken wir uns herzlich beim Verein dasdigidings e.V. aus Hennef. Bei den hier abrufbaren Daten handelt es sich um ungeprüfte Rohdaten aus nicht kommerziellen, ungeeichten Sensoren, die mit Fehlmessungen und Datenlücken behaftet sein können. Diese Daten sind für Simulationen, Berechnungen, Analysen usw. nur bedingt geeignet und können zu Fehlaussagen führen. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr über die Richtigkeit und Vollständigkeit. Die Haftung für Schäden materieller oder ideeller Art, die durch die Nutzung der Inhalte verursacht wurden, ist ausgeschlossen, sofern nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Bei der Interpretation müssen daher auch Aufstellungsort, Umgebungsbedingungen und lokale Einflüsse einbezogen werden.
