Winterlinde – tilia cordata

ÖKOLOGIE

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt (Elias Landolt, Botaniker)  sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2+ (frisch), Lichtzahl L = 2 (schattig), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental). Diese Werte geben an, unter welchen ökologischen Bedingungen bestimmte Pflanzenarten bevorzugt wachsen. Hier sind die einzelnen Zeigerwerte im Detail erklärt:

  1. Feuchtezahl (F = 2+, frisch):
    Diese Zahl beschreibt die Feuchtigkeitsverhältnisse des Standorts, an dem die Pflanze vorkommt. Ein Wert von 2+ bedeutet, dass die Pflanze in eher frischen, also mäßig feuchten bis feuchten Lebensräumen vorkommt. Sie bevorzugt also keine extrem trockenen oder sehr nassen Standorte.
  2. Lichtzahl (L = 2, schattig):
    Diese Zahl gibt an, wie viel Licht die Pflanze benötigt. Ein Wert von 2 bedeutet, dass die Art eher im Schatten oder halbschattigen Bereichen wächst. Sie ist also nicht auf volle Sonne angewiesen, sondern gedeiht auch gut im Halbschatten.
  3. Reaktionszahl (R = 3, schwach sauer bis neutral):
    Diese Zahl beschreibt den pH-Wert des Bodens, auf dem die Pflanze vorkommt. Ein Wert von 3 zeigt, dass die Pflanze in Böden mit schwach saurem bis neutralem pH-Wert vorkommt. Sie bevorzugt also Böden, die nicht zu sauer sind.
  4. Temperaturzahl (T = 4, kollin):
    Diese Zahl gibt die Temperaturpräferenz an. Ein Wert von 4 bedeutet, dass die Pflanze in kollinen (kontinentalen) Klimaten vorkommt, also in Regionen mit moderaten bis warmen Temperaturen, aber keine extremen Klimabedingungen.
  5. Nährstoffzahl (N = 2, nährstoffarm):
    Diese Zahl zeigt, wie nährstoffreich der Boden sein darf. Ein Wert von 2 bedeutet, dass die Pflanze eher in nährstoffarmen Böden vorkommt, also keine sehr fruchtbaren, stickstoffreichen Böden bevorzugt.
  6. Kontinentalitätszahl (K = 4, subkontinental):
    Diese Zahl beschreibt die Kontinentalität des Standorts. Ein Wert von 4 zeigt, dass die Pflanze in subkontinentalen Klimaten vorkommt, also in Regionen mit deutlichen Jahreszeiten und moderaten bis warmen Sommern.

Zusammengefasst: Die Pflanze, die diese Werte hat, wächst bevorzugt in frischen, halbschattigen, schwach sauren bis neutralen Böden, in einem kollinen Klima mit mäßigen Temperaturen, auf nährstoffarmen Böden und in subkontinentalen Klimaten.