[JN] Zur sportiven Wanderung hatte der Heimatverein Happerschoß am vergangenen Sonntag eingeladen. Pünktlich um Zehn trafen sich acht mutig entschlossene Wanderer um sich der diesjährigen Herausforderung zu stellen. Der Start am Wanderparkplatz in Driesch war noch recht nebelig und wolkenverhangen, doch nachdem der erste Ab- und der darauffolgende, schweißtreibende Aufstieg nach Honscheid geschafft waren kam tatsächlich schon kurzzeitig die Sonne aus dem grauen Himmel. Und nein, dieser Aufstieg eben war nur zum warm werden gedacht.


Weiter ging es auf sich windenden und verwunschenen Pfaden wieder hinab in das Siegtal, zum tiefsten Punkt unserer diesjährigen Wanderung. Der Schreck vom Anstieg eben war noch nicht ganz verdaut als sich die Gewissheit in der Gruppe breit machte: „Da kommt noch was …“ Und so sollte es sein, schweigend und schnaufend musste der nächste und steilste Anstieg bewältigt werden. Spätestens jetzt war klar, warum die Veranstaltung „sportive Wanderung“ genannt wird. Auf der Höhe in Balenbach angekommen wurde Trinkpause befohlen – und einmal sammeln um wieder zu Atem kommen.

Es ging mit flotten Schritten weiter zur Kapelle in Bruch auf der Mertener Höhe. Hier wurde verdient eine kleine Snack-Pause eingelegt. Nachdem Schokoriegel und andere Leckereien verzehrt waren drängte der Ausblick auf Mittagspause aber zu sehr und so setzte sich die kleine Gruppe wieder in Bewegung. Ein längerer Abschnitt auf Asphalt ließ sich bei der Planung der Tour nicht vermeiden und so ging es an Hohn vorbei herab bis kurz vor Bourauel. Ein kleiner Zwischenhalt musste zur Versorgung der ersten sich ankündigenden Blasen eingelegt werden. Mit großartigen Aussichten in das Siegtal und auf Eitorf ging es dann weiter hoch bis zur Storcker Hütte. Nach gut elf Kilometern war hier Mittagspause geplant und als kleine Überraschung war hier bereits zu unserer Ankunft ein Buffett vorbereitet. Es gab sogar frisch gebackenen Kuchen und eine reichhaltige Auswahl an Leckereien, vielen Dank für die gelungene Überraschung und Bewirtung!
Nach der entspannten Erholung mit Sonnenschein wurde hier oben noch das Gruppenfoto gemacht, bevor es dann mit frisch geschnürten Schuhen und gestärktem Körper und Geist weiter ging. Weiter hieß aber auch weiter bergauf. Nächstes Etappenziel war die alte Römerstraße auf dem Rücken vom Nutscheid, der wir dann nach Westen folgten. Stockum lag alsbald hinter uns und der höchste Punkt der Wanderung ebenso, als wir zur Überraschung (oder Freude, oder Entsetzen?) einiger nochmal den Hauptweg verließen und nach links in den „Holzweg“ abbogen. Die Vorbegehung der Wanderung hatte ergeben das dieser Teil der Wanderung sehenswert und verwunschen ist, und am Ende doch wieder auf den Hauptweg führt. Die letzten Meter auf breitem Schotterweg Richtung Parkplatz vergingen wie im Fluge. Stolz dürfen alle sein, die sich der Tour gestellt haben und mit mir dieses Jahr gewandert sind, danke an Euch für das Erlebnis und den wunderbaren Tag.

Der gemütliche Ausklang der Tour wurde wie gewohnt bei unserem Lindenwirt in Happerschoß gefeiert, gemeinsam wurde noch Kuchen gefuttert und das ein- oder andere Kaltgetränk genossen, bevor sich die Wandergruppe dann endgültig voneinander verabschiedete und die Wege nach Hause führten.
